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Mineralbrunnen in NRW bündeln Kräfte

Unter der Dachmarke „Stark für NRW“ starten sechs Mineralbrunnen in Nordrhein-Westfalen eine gemeinsame Kampagne für umweltfreundlichen, regionalen Mineralwassergenuss. Die Brunnen vor Ort stehen für klimafreundlichen Genuss und stärken die Wirtschaftskraft ihrer Region. "Unsere Kampagne wird Verbraucher darüber informieren und das vielfältige ökologische und soziale Engagement an unseren Standorten sichtbarer machen“, erklärt Hans-Günter Radermacher, Vorstand der Aachener Thermalquellen Kaiserbrunnen AG und Sprecher der Brunnen in NRW anlässlich des Kampagnenstarts in Düsseldorf.

Wachsender Druck durch Discounter

Hintergrund der Kampagne ist der wachsende Druck auf regionale Brunnen durch Discounter-Wässer, die zu Lasten der Umwelt mit Billigpreisen in den Markt gedrückt werden. Deren Marktanteil hat sich in den vergangenen fünf Jahren sprunghaft von rund 21 Prozent auf über 50 Prozent mehr als verdoppelt. Während das Mineralwasser der Discounter von lediglich sechs Betrieben in Deutschland abgefüllt und bundesweit distribuiert wird, teilen sich die andere Hälfte des Marktes rund 200 überwiegend regional aufgestellte, mittelständische Mineralbrunnen. Deren Produkte, die durchweg in Kästen zum Verbraucher kommen, bieten aus ökologischer Sicht gegenüber den über weite Strecken transportierten Einwegflaschen deutliche Klimavorteile. Sie stärken die regionale Wirtschaft vor Ort durch zahlreiche Arbeits- und Ausbildungsplätze. Insgesamt bieten die regionalen Brunnen und der Getränkefachhandel in Nordrhein-Westfalen mehr als 10.000 Menschen Arbeit.

In diesem Zusammenhang kritisiert Radermacher, dass für das geplante Projekt einer neuen Mineralwasser-Abfüllanlage eines Discounters im nordrhein-westfälischen Nettetal Investitionshilfen im Gespräch sind. „Es kann nicht sein, dass die Landesregierung tatenlos zusieht, wenn so ein Projekt, das regionale Arbeitsplätze gefährdet, auch noch öffentlich gefördert wird“, macht der Vorstand des Aachener Brunnens deutlich.

Mineralbrunnen übernehmen Verantwortung vor Ort

Im Rahmen der Kampagne informieren die Mineralbrunnen zum einen durch Aktionen im Handel über die Klimavorteile ihrer Produkte. Zum anderen unterstreichen sie ihr regionales Engagement durch die Förderung ökologischer und sozialer Projekte. Die Kampagne startet am 22. März, dem Tag des Wassers und wird bis zum Internationalen Tag der Umwelt am 5. Juni laufen. Den Auftakt bestreiten die Haaner Felsenquellen (Haan bei Düsseldorf) und die Bad Driburger Naturparkquellen (Bad Driburg). In den Folgewochen wird die Kampagne in anderen Landesteilen durch die Graf Metternich Quellen (Steinheim) und den Salvus Brunnen (Emsdetten) fortgesetzt. Das letzte Kampagnendrittel wird durch den Aachener Kaiserbrunnen (Aachen) und die Dortmunder Ardey Quelle getragen. Durch die optimale Verteilung der Brunnen über NRW wird das ganze Bundesland von der Kampagne erreicht werden.

Kurze Transportwege schützen die Umwelt

Unterstützung findet die Kampagne durch die Genossenschaft Deutscher Brunnen (GDB), den Handel und Umweltverbände. Willi Lahrmann, Vorstand der GDB erklärt: „Regionale Mineralbrunnen sind durch ihre soziale und ökologische Bedeutung für eine nachhaltige Wirtschaftsweise unverzichtbar."


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